Albatros Malerei GmbH
Bringt Farbe im Flug

"Wer seinen eigenen Weg geht, dem wachsen Flügel"  Buddhistische Weisheit

Albatrosse sind wirklich faszinierende Vögel! Elegant segeln sie die meiste Zeit ihres Lebens über den Meeren. Mit Hilfe der Winde können sie wochenlang ohne einen Flügelschlag umhergleiten, dies indem sie eine raffinierten Flugtechnik nutzen - das dynamische Segeln.

Da der Wind in großen Höhen stärker bläst, gleiten die Albatrosse hoch über dem Meer, wo sie vom Rückenwind angetrieben ein Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h erreichen.

Mit dem so geholten Schwung stürzen sie nach unten und schlagen die gewünschte Flugrichtung ein. Erst wenn ihre Geschwindigkeit nicht mehr ausreicht steigen sie wieder auf um erneut Anlauf zu holen.

Die majestätischen Vögel verfügen über eine Flügelspannweite von bis zu 3.5 m und können 8 -12 kg wiegen. Ihre langen Flügel sind eine Anpassung an das Leben über dem offenen Meer.

Albatrosse sind für den Luftraum konstruiert. Auf festem Untergrund werden die Vögel durch ihre langen Schwingen behindern, da diese nicht auf und ab geschlagen werden können ohne den Boden zu berühren.

Aus diesem Grund starten Albatrosse meistens im Aufwind von Klippen oder Wellen. Bei einem Start ab Boden versuchen sie mit weit ausgebreiteten Schwingen genug Beschleunigung zu gewinnen um abzuheben.

Aber auch das Landen ist eine Kunst. Albatrosse sind schnelle Flieger, denen das Abbremsen schwer fällt. Durch das Ausstrecken der Füsse werden sie im Landeanflug etwas langsamer. Mit ihrem kurzen Schwanz können sie nur geringfügig bremsen. Deshalb landen die geschickten Segler mit viel Schwung und versuchen durch Laufen zum Stillstand zu kommen. Oft kommt es dabei jedoch zu einer Bruchlandung, da ihr Lauftempo mit der Fluggeschwindigkeit meistens nicht mithalten kann.

Albatrosse führen eine Ehe auf Distanz. Fast ihr ganzes Leben lang kreuzen Männchen und Weibchen getrennt voneinander über den Ozeanen. Nur alle zwei Jahre treffen sie sich an Land, um mit ihrem festen Partner Nachwuchs zu bekommen.

Genistet  wird in großen Kolonien mit mehreren tausend Tieren. Ab Anfang September bereiten die Vogelpaare ihre Nester vor. Dazu nutzen sie eine einfache Bodenmulde oder einen Erdhügel, den sie mit Federn polstern. In dieses Nest legt das Weibchen ein einziges Ei.

Nach 65 bis 80 Tagen schlüpft das Küken. Oft muss es tagelang alleine im Nest warten, während seine Eltern bis zu 4000 Kilometer fliegen um das notwendige Futter (Tintenfische, Krebse, kleinere Fische)  zu beschaffen.

Dass der Albatros beim Beutezug ausreichend Nahrung für sich und das Küken sammeln kann, verdankt er einem besonderen Abschnitt im Verdauungstrakt, dem so genannten Proventrikulus.

In dieser Blase wird das Fett aus dem Nahrungsbrei von den wässrigen Bestandteilen getrennt und konzentriert. Das wird solange wiederholt, bis der Proventrikulus vollständig mit Ölkonzentrat gefüllt ist. In Hungerszeiten können die Albatrosse von ihrem Öldepot leben.

 

Die ersten Lebensjahre verbringen die jungen Vögel mit gleichaltrigen Artgenossen über dem offenen Meer.

Albatrosse bleiben ihrer Geburtsinsel treu: fünf bis zehn Jahre später kehren sie zurück, um sich mit ausgedehnten Balztänzen einen Lebenspartner zu suchen. Wenn sie ihn gefunden haben, ziehen sie im Alter von sechs bis zwölf Jahren zum ersten Mal ein eigenes Küken auf.

Es gibt mehrere Albatrosarten, die unterschiedliche Lebensräume bewohnen. Der Großteil der Arten lebt über den Ozeanen der Südhalbkugel. Im Nordpazifik leben drei weitere Arten. Mit dem Galapagos-Albatros lebt nur eine einzige Art in den Tropen.

Wer Albatrossen zu nahe tritt, darf nicht geruchsempfindlich sein: fühlen sich die Vögel bedroht, verspritzen sie ranziges Öl aus ihren Nasenlöchern (das Öl stammt aus dem Nährstofflager für Dürrezeiten). Reicht der faulige Gestank nicht aus, um den Feind in die Flucht zu schlagen, greifen Albatrosse zu schmerzhafteren Methoden: Schläge mit den gewaltigen Flügeln und kräftige Schnabel-Hiebe.

 
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